Kalenderblatt März: Frauen – Kirche – Pfarrerinnen

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Der 8. März ist Internationaler Frauentag. Seinen Ursprung hatte der Frauentag 1908 in den USA. Von dort verbreitete sich der Gedenktag auch nach Europa. 1975 wurde er von den Vereinten Nationen als Internationaler Frauentag institutionalisiert. Von den 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen hatten Anfang 2018 lediglich 143 die Gleichstellung der Geschlechter in ihre Verfassung aufgenommen. Dabei sind Frauen und Mädchen meist stärker von Armut, Hunger und unzureichender Gesundheitsversorgung betroffen. Frauen verdienen oft weniger und werden öfter um ihr Recht auf Bildung gebracht.

Wer heute in Deutschland in einem x-beliebigen Kirchenkreis einen Gottesdienst besucht, wird zum großen Teil Pastorinnen oder Pfarrerinnen in Amt und Gemeinde vorfinden. Es sind Frauen, die nach akademischen Examen und einem weiteren kirchlichen Examen, einem Probedienst oftmals mehr als 7 Jahre in ihre Ausbildung investiert haben. In den meisten Fällen sind sie Ehepartnerin mit Familie und teilen Doppelbelastungen wie viele andere Frauen in anderen Berufen.

Wenn man Frauen fragt, die als Predigerinnen, Seelsorgerinnen, Gemeindeleiterinnen, Religionsunterricht Erteilende, in geschäftsführender Verantwortung Stehende fragt, wie sehr ihre Arbeit anerkannt wird, erhält man unterschiedliche Antworten:

Auf der einen Seite teilen ich die Aufgaben der Gemeindearbeit im vollen Umfang wie meine Kollegen; auf der anderen Seite habe ich eine Mehrfachbelastung zu bewältigen, da ich mit Kindern und Familie nur wenig Unterstützung erhalte.

Ich habe einen sehr einfühlsamen Partner, der mich großartig unterstützt; um meine Anerkennung an Frau im Pfarrdienst muss ich mich jedoch mit vielerlei Vorurteilen auseinandersetzen.

Frauen auf der Kanzel: das scheint heute ein »normales« Bild im Bereich der evangelischen Kirche zu sein. Aber schon, wenn wir den Blick auf evangelische Gemeinden außerhalb Deutschlands richten, sieht das anders aus. Auch ist das, was heute in den Landeskirchen Deutschland als »normal« erscheint, nicht schon immer so gewesen. Frau Pfarrerin Dorothea Hallmann geboren – 1939 – hat ihr theologisch akademisches Examen 1964 gemacht, ihre erste eigene Pfarrstelle hat sie jedoch erst 1990 in Cottbus antreten können.

Wie es dazu kam und welche Hürden sie zu nehmen hatte, berichtet sie im Videogespräch.

 

 

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